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AH Ü-50 Verbandsmeisterschaft Niedersachsen PDF Drucken E-Mail

TuS Güldenstern Stade neuer Ü-50 Niedersachsenmeister

Die TuS Güldenstern Stade Ü-50 wurde durch einen 3:1 Endspielsieg über den TSV Havelse neuer Niedersachsenmeister
Als wahre Supersenioren entpuppten sich die Sieger der Ü-50 Niedersachsenmeisterschaft, die Oldies des TuS Güldenstern Stade. Hätte man sie vor der Meisterschaft zu ihren Aussichten gefragt, wäre wohl keiner der Kicker auf die Idee gekommen, vom Sieg bei der Meisterschaft zu sprechen. Nur mit sieben Spielern angereist hatten die Oldies aus Stade nur einen Auswechselspieler über das gesamte Turnier.

Diesen Mangel kompensierten die Stader durch effektives Kombinationsspiel und eine hervorragende Defensie. Im Endspiel schlugen die Oldies von der Camper Höhe dann einen der Topfavoriten, den TSV Havelse, mit 3:1. Titelverteidiger TuS Harsefeld sicherte sich vor dem Hamburger Meister und Pokalsieger Komet Blankenese Platz 3. NFV-Chefkoordinator Friedel Gehrke lobte Harsefeld für seine professionelle Turnierausrichtung. Im Halbfinale setzten sich die Oldies von Güldenstern mit 2:0 gegen den Hamburger Meister Komet Blankenese durch. Zweifacher Torschütze in diesem Match war Gerhard Eggers, der auch im Finale gegen Havelse mit einem Doppelpack entscheidenden Anteil am Meisterschaftsgewinn hatte. In der Vorrunde taten sich die Stader noch schwer, reichte es in den beiden ersten Begegnungen nur zu zwei mageren Unentschieden, konnten sie sich in den weiteren Spielen erheblich steigern und Siege verbuchen. Am Ende waren die Güldenstern Oldies das einzige Team das ohne Niederlage das Turnier überstand. Mit Gerhard Eggers, der 7 Treffer erzielte, hatten sie auch den erfolgreichsten Torschützen in ihren Reihen. Der zweite Vertreter aus dem Kreis Stade der TuS Harsefeld ging als Titelverteidiger an den Start und hägte berechtigte Ambitionen den Erfolg des Vorjahres zu wiederholen, allerdings kam im Halbfinale das Aus für die Harsefelder.

Wie aus heiterem Himmel, was niemand für möglich hielt, scheiterte der amtierende Niedersachsenmeister TuS Harsefeld am TSV Havelse. Für die „Harsefelder Jungs" war es in der jungen Masters-Geschichte die erste Niederlage im zwölften Spiel! Dabei hatte Harsefeld die Partie diktiert. Stark in der Abwehr, laufstark im Spiel nach vorne. Nur: Ex-Zweitligist TSV Havelse hielt dagegen. Mit 0:0 ging's in die Pause. In Halbzeit zwei änderte sich nichts am Bild. Günther Bargsten meldete Havelses Schaltzentrale ab, Klaus Ehlers, Dieter Ropers und Rainer Störtenbecker schafften Räume für Detlef Krickemeyer und den alles überragenden Bernd Wollert. Doch der Torjubel blieb aus. Indes: Auf ein eventuelles Unentschieden würde ein 9-Meterschießen folgen. Und auf seine Torschützen konnte Harsefeld sich bislang immer verlassen. 3 Minuten vor Spielende der geplante taktische Wechsel. Sekunden darauf das fatale 0:1. Es folgten wütende Angriffe im 10-Sekundentakt. Erst ein Alutreffer, dann im Schlussakkord die fehlende Zehntelsekunde. Einer wie "Jollo" Horn verstand die Welt nicht mehr. Hatte man sich tatsächlich verzockt?

Bärenstark präsentierte Harsefeld sich bis genau zu jenem Zeitpunkt. Erstes prominentes Opfer war in der Vorrunde der glänzend aufspielende Hamburger Meister und Pokalsieger Komet Blankenese. Mit 3:1 wurden die Hamburger Nobelstädter geradezu vom Feld gefegt. Das beste Spiel des Turniers. Die Folge: Gruppenerster mit lediglich einem Gegentor und Einzug ins Viertelfinale.

Die K.O.-Runde war eingeläutet. Bremen-Meister TuRa Bremen hatte es ebenso wie Hamburg-Meister Komet Blankenese unter die letzten Acht geschafft. Abonnementssieger TSV Havelse, das Dreamteam der Spielgemeinschaft Niedersachsen (SGN '97), der VfL Stenum, der TuS Ricklingen und Güldenstern Stade komplettierten den Kreis der Gruppenersten und -zweiten. Brisanz und Brillanz waren von nun an garantiert. Havelse siegte gegen Ricklingen, Güldenstern gegen Bremen, Harsefeld gegen Stenum und Blankenese gegen die SGN '97. Ein Masters-Halbfinale gleich mit zwei Vertretern aus dem Kreis Stade? Die ewigen Konkurrenten womöglich im Endspiel? Nein, es kam nicht dazu. Und ein bitterer Beigeschmack bleibt. Denn just in dem Moment als für Harsefeld das Schicksal gegen Havelse besiegelt war, das Waldstation kollektiv in Ohnmacht fiel, fielen sich Stader Spieler jubelnd in die Arme. Mannschaften wie Zuschauer waren irritiert. 2:0 entschied der TuS Güldenstern sein Halbfinale gegen Blankenese. Im Finale wartete Harsefeld-Bezwinger Havelse. Die Sensation war perfekt. Der Sieger des 2. Niedersachen-Masters heißt TuS Güldenstern Stade. Abgeklärt und souverän, obwohl mit einem Minikader angereist, dafür mit dem besten Torhüter und dem besten Torschützen des Turniers gesegnet. Einzig in Sachen Fairplay besteht noch Nachholbedarf! Die angenehme Erkenntnis zum Schluss: Aber auch Ausrichter Harsefeld konnte zufrieden sein, denn nach dem 6. Platz bei der deutschen Meisterschaft und dem dritten Platz beim diesjährigen Masters, dürften sich die Harsefelder Supersenioren fest in Deutschlands "TOP TEN der besten Ü-50-Teams" etabliert haben.